cover-eigentum

Eigentum

pop-out- Musik/ Universal,
VÖ: 16.01. 2015
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TEXTE

  • Anders betrunken

    Jeder ist anders betrunken
    Und jeder ist anders allein
    Mein Herz hat längst ausgetrunken
    Und abends will es nur bei dir sein

    Jeder geht anders verloren
    Und taucht wieder irgendwo auf
    Dazwischen hab ich dich gefunden
    Wie schön sehn die Sterne hier aus

    Für einmal trifft sich alles
    In einem einzigen Punkt
    Und steigt dann auf 1000 Wegen
    Wieder auf in die Luft

    Die Straßen sind endlose Kurven
    Doch keine ist so nochmal
    Mein Herz und mich zieht es nachhause
    Und irgendwann spät sind wir da

    Für einmal trifft sich alles
    In einem einzigen Punkt
    Und steigt dann auf 1000 Wegen
    Wieder auf in die Luft
    Für einmal kreuzen sich alle
    Wege in einem Punkt
    Alles ist klar und deutlich
    Bis es wieder verstummt
    Für einmal kommen alle
    Dinge auf einen Grund
    Zerstreuen sich in 1000 Strahlen
    Und nur du weißt, warum

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Heuschrecken

    Heuschrecken fallen über´s Land
    Dicht und braun gebrannt sieht man sie
    Sie kommen aus allen Herren Ländern
    Und zwingen alles in die Knie
    Und der Tag wird dunkel
    Von ihrem Brausen macht er die Augen zu
    Ich höre ihre Flügel

    Man sieht sie überall den Himmel bedecken
    Ich glaub nicht, daß sie nur das Heu erschrecken
    Man sagte früher, wo sie sind, erklingen Lieder
    Ich glaube allerdings, sie fressen lieber

    Heuschrecken kommen, wenn keiner mehr kommt
    Im Vertrauen auf die Evolution
    Saftleere Wiesen werden Landeplatz
    Und Objekt für Spekulation
    Die Zeiten werden hart und nochmal abgegrast
    Nur leere, leere Flächen bleiben

    Man sieht sie überall die Erde bedecken
    Ich glaub nicht, daß sie nur das Heu erschrecken
    Man sagte früher, wo sie sind, erklingen Lieder
    Ich glaube allerdings, sie springen lieber
    Man sieht sie überall die Erde bedecken
    Und ihre Fühler weit ausstrecken
    Man sagt, sie kommen selten, aber selten alleine
    Sie haben einfach die längeren Beine
    Man sieht die dunkle Sonne hinter schweren Decken
    Und alle Lichter sich erschrecken
    Man sagt, Heuschrecken mähen alles nieder
    Ich hab gehört, sie kommen wieder

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Fräulein Jesus

    Manchmal hat Herr Jesus einen guten Tag
    Wenn er jemanden besonders mag
    Manchmal schenkt Herr Jesus jede Menge Glück
    Schenkt und schenkt und streut es aus und will es nicht zurück

    Weil er´s vergessen hat
    Weil er´s vergessen hat

    Manchmal muss Herr Jesus höchstpersönlich weinen
    Wirft vor lauter Wut um sich mit viel zu großen Steinen
    Ohne nachzufragen
    Wen es denn getroffen hat an so schlechten Tagen

    Weil er´s vergessen hat
    Weil er´s vergessen hat
    Weil er nicht schlafen kann
    Weil er nicht schlafen kann
    Weil sich von früh bis spät
    Nur alles um die Arbeit dreht

    Nur sonntags, wenn Fräulein Jesus kommt
    Kann Herr Jesus gleich vergessen
    Was er sich alles vorgenommen hat
    Sie lächeln und gehen lieber essen
    Sonntags ist von morgens bis abends nur Schweigen in der Welt
    Wir lächeln und tun das, was hoffentlich Herrn Jesus auch gefällt

    Und er vergessen hat
    Was er vergessen hat
    Und er vergessen hat
    Was er vergessen hat
    Weil er mal Ferien braucht
    Weil er mal Ferien braucht
    Und nur noch dann vergißt
    Wenn er Fräulein Jesus küßt

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Kalte Augen

    Die Wolken ziehen schwarz und gelb
    Auf eine andere Seite dieser Welt
    Und nur du weißt, wo das ist
    Die Zeit blieb mitten in dir stehen
    Und Gott hat wieder nichts davon gesehen
    Es ging wieder grad zu schnell

    Und du brennst
    Du brennst noch, du brennst noch
    Unter der Haut
    Es brennt und leuchtet
    Doch keiner kann es sehn
    Doch du brennst
    Du brennst noch, du brennst doch
    Unter den Türen
    Brennt und leuchtet es
    Keiner kann es sehn

    Die Autos kamen viel spät
    Denn keiner wußte den Weg zu dir
    Hinterher zu viel gefragt
    Und alle Menschen tief im Schlaf
    Und nur ein einziges Licht im Haus ist wach
    Und der Wind geht nochmal über diesen Platz

    Und du brennst
    Du brennst noch, du brennst noch
    Unter den Fingern
    Brennt und leuchtet es
    Keiner kann es sehn
    Doch du brennst
    Du brennst noch, du brennst doch
    Hinter den Häusern
    Brennt und leuchtet es
    Keiner kann es sehn

    Nur noch ein kurzer Augenblick
    Dann wird es Tag und alles kehrt zurück
    Was hier nicht ging, geht dort
    Die dunkle Nacht zerfällt zu Staub
    Ich halte dich und alles Licht wird blau
    Und deine Zeit beginnt

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Normal

    Wär ich einen Tag der Fluss
    Würd ich Wege ritzen bis zum Meer
    Und die Steine mahlen zu Staub
    Bis die Felsen nur noch Weiches wären
    Ohne zu fragen
    Was das soll, und was das bringt
    Denn es wäre nur normal

    Wär ich einen Tag der Wind
    Würd ich mich reiben, bis die Berge klingen
    Und das Festgefügte gleich
    Ganz zerwühlen und durcheinander bringen
    Ohne zu fragen
    Wo das alles enden soll
    Und, ob sich das hier grad lohnt
    Denn es wäre nur normal
    Wär ich einen Tag normal

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Goliath

    Er war der Stärkste und sein Leben gebahnt
    Er kämpfte und fiel überall ein
    Wo er auch hinkam, bäumte sich alles auf
    Und ging dann verloren in seinem Arm

    Doch es ist nicht vorbei, es ist nicht vorbei
    Denn es ist nur die Zeit, es ist nur die Zeit

    Er ließ sich krönen und er brachte viel Geld
    Brachte Ruhm und einen Namen für die Stadt
    Doch in den Bergen erzählte man sich viel
    Daß ein Neuer kommt gegen Goliath

    Denn es ist nicht vorbei, es ist nicht vorbei
    Nein, es ist nur die Zeit, es ist nie vorbei

    Und da draußen war Frühling, und da draußen war Herbst
    Und dazwischen ein Sommer irgendwo
    Und es kamen noch andere aus den Bergen herab
    Die stärker waren als jemand zuvor

    Denn es ist nicht vorbei, es ist nicht vorbei
    Nein, es ist nur die Zeit, es ist nur die Zeit
    Und was oben war, geht unter
    Und was unten war, geht hoch
    Und auf Wüsten fällt der Regen
    Und die Städte werden groß

    © Anett Ecklebe, 2014

  • India

    Wir gehen fünf Meter hinter euch, weil wir
    Zu schön und klug sind für euer Steinzeitalter
    Ihr seht uns an als wären wir
    Nur Maschinen, doch wir sind wie eure Mütter Menschen
    Wir geben unser Geld bei euch ab, Idioten
    Und ihr verbietet uns, daß wir irgendwas noch hoffen
    In euren Köpfen ist es enger als in einem Käfig
    Doch irgendwann schlägt unsere Liebe wie ein Hammer zurück

    Was für ein Gott soll sich so was ausdenken
    Erfinde bitte einen anderen Plan
    Und was für Menschen sollen sich so was ausdenken
    Schick einen anderen für meine Tochter

    Ihr wollt uns heiraten, doch wir sind noch Kinder
    Mitgift und Jungfernhäutchen sind euch heilig
    Hat irgend jemand einmal gefragt
    Was wir fühlen, wenn ihr uns brecht wie Blumen

    Was für ein Gott soll sich so was ausdenken
    Erfinde bitte einen anderen Plan
    Und was für Menschen sollen sich so was ausdenken
    Schick einen anderen für meine Tochter

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Panzer

    Ich hab heut nacht von dir geträumt
    Ich hab geträumt, du wärst auf einmal mein Freund
    Mein bester Freund

    Ich hab dir dafür einen Panzer geschenkt
    Der sich fast wie von selber lenkt, wenn er fährt
    Bist du mir das wert

    Was du mit deinem Panzer machst
    Das geht mich wirklich nichts mehr an, so lang du
    Nichts Falsches tust

    Kann sein, daß wir uns irgendwann nicht mehr verstehen
    Dann schießt du auf mich und ich auf dich, so kann es schon gehen
    Ich habe alles gesehen

    Wir stehen auf Augenhöhe, ich und du
    Doch eins lasse ich nicht zu…………..

    Doch wenn du mich ganz freundlich fragst
    Dann schieße ich vielleicht ins Gras und vorbei
    Und wir teilen durch zwei

    Wir stehen auf Augenhöhe, ich und du
    Doch eins lasse ich nicht zu
    Dass ich nicht besser bin als Du!

    Über die Berge, über die  Täler und Meere und Seen
    Bin ich viel schneller
    Über die Wolken und durch die Wälder
    Bin ich viel schneller, viel schneller, viel schneller

    Als Du!

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Möglich im Traum

    Im Traum ist alles möglich
    Im Traum ist alles möglich
    Siebzig Jungfrauen warten im Himmel auf dich
    Und ein ganzes Königreich verehrt dich
    Du kannst fliegen und bist unverletzlich
    Alles, was du machst, machst du richtig im Traum

    Im Traum ist alles möglich
    Im Traum ist alles möglich
    Wie ein Fluß mündest du ins Meer
    Du kennst alle, und weißt nicht, woher
    Wir sind besser als wir wirklich sind
    Sehen alles scharf und sind doch blind im Traum

    Im Traum ist alles möglich
    Im Traum ist alles möglich
    Nur ein Bad, und du bist wieder rein
    Dein Schicksal sollte nur ein Zeichen sein
    Du kriegst sicher eine zweite Chance im Traum
    Jemand hält für dich alles in der Waage
    Und die Tiere sprechen deine Sprache
    Du läufst weiter, bis die Erde bricht
    Doch du kommst immer wieder zurück

    Im Traum…

    Du siehst Nashörner, die Porsche ziehen
    Kannst mit Einschusslöchern weitergehn
    Wirst als Blume Honig für die Bienen
    Und über allen Gipfeln ist Frieden

    Zum Schluß
    Siebzig Jungfrauen warten im Himmel auf dich
    Und ein ganzes Königreich verehrt dich
    Du kannst fliegen und bist unverletzlich
    Alles, was du machst, machst du richtig

    Zum Schluß

    Wie ein Fluß mündest du ins Meer
    Du kennst alle, und weißt nicht, woher
    Wirst als Blume Honig für die Bienen
    Und über allen Gipfeln ist Frieden

    © Anett Ecklebe, 2014

  • New York ist tot (Eigentum)

    Neulich hat jemand gesagt: New York? New York ist tot
    Alles ist verboten, und man hat nichts mehr zu tun
    Und die ganzen Verrückten dort, sind längst fort
    Die wilden Jahre waren irgendwann aus
    Und nach Mitternacht ist spätestens jeder zuhaus
    Darum ziehen wir weiter, es ist schon ok
    Wir lösen noch den Knoten und gehen dorthin, wo nicht steht:

    Eigentum
    Eigentum
    Mein Eigen, mein Eigen und Alles
    Eigentum

    In einer Bar traf ich zwei Jungs aus Paris –
    Nichts kann man mehr machen dort, sagten sie
    Es ist wie ein Museum, es sieht nur noch gut aus
    Und darum ziehen wir weiter
    Und machen die nächste Stadt zu

    Eigentum
    Unserem Eigentum
    Eigen, Eigen und Alles
    Eigentum
    Unser Eigen und Alles

    Neulich, spät am Abend, war ich aus hier in Berlin
    Und was ich da gesehen hab, waren Türen, die zu gehn
    Und wir ziehen weiter, es ist schon ok
    Wir lösen noch den Knoten und stechen wieder in See

    Eigentum
    Eigentum
    Mein Eigen, mein Eigen und Alles
    Mein Eigen, Eigentum
    Mein Eigen, mein Eigen und Alles

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Volle Fahrt

    Warum bremst du bei voller Fahrt
    Auf gerader Strecke und bleibst stehen?
    Warum nimmst du dich jedesmal
    Mit aller Kraft hinter deiner Kraft zurück?
    Warum baust du deine Mauern so hoch,
    Daß dich niemand mehr findet
    Wie ein Gewehr ins Kissen schießt,
    Schießt du nur ganz leise

    Große Bomben kommen in kleinen Pakten
    In kleinen Tropfen kommt der große Regen

    Du weißt genau, was möglich ist
    Was wäre, wenn du dich traust
    Und nur du alleine weißt
    Daß dein Himmel noch dahinter kommt
    Doch du packst ein, wenn alles stimmt
    Und gehst nach deinem Kompaß
    Und wie das Feuer noch auf kleiner Flamme brennt
    Brennst du lieber leise

    Große Bomben kommen in kleinen Pakten
    1000 offene Stellen, und du kämpft dagegen

    Wer hat gesagt, daß dein Gewissen so schlecht ist
    Wer hat gemacht, daß dein Gewissen so schlecht ist
    Es gibt nur diesen einen Weg nach oben
    Es gibt nur einen Weg aus dem Vulkan

    Ich hab es nie so sehr gespürt
    Ich weiß nie, wann es passiert
    Ich hab es nie so sehr gefühlt
    Ich hab es nie so sehr gefühlt

    Große Bomben kommen in kleinen Pakten
    Große Bomben kommen in kleinen Pakten

    © Anett Ecklebe, 2014

  • Sicher

    Was hinter dieser Kurve kommt
    Das weiß nur, wer uns entgegen kommt
    Und ich frage mich, ich frage dich
    Sind wir uns sicher?

    Die Zeit läuft immer nur davon
    Und das Ziel ist manchmal nur ein Wort
    Und ich frage mich
    Bin ich mir jemals sicher?

    Wär da nicht immer wieder der Moment
    In dem man blind und stolpernd beginnt
    Wären wir uns niemals sicher

    Denn es ist immer wieder wie das erste Mal
    Wir stehen hier und treffen unsere Wahl
    Und sind uns wirklich sicher

    © Anett Ecklebe, 2014